Die besten elektronischen Helfer, um Einbrecher abzuschrecken

Top Elektrogeräte für den Einbruchschutz

Überwachungskameras, Bewegungsmelder, Alarmanlagen: Alles rund um den effektiven Einbruchschutz

 

Mit der Büroklammer im Schlüsselloch hantieren, ein leises Klicken und hereinspaziert … Das ist bei den meisten Haushalten heutzutage nicht möglich. Dennoch werden in Deutschland jährlich mehr als 100.000 Einbrüche registriert und das bei Tag wie bei Nacht. Was hilft also, um potenzielle Einbrecher effektiv abzuschrecken? Grundsätzlich steht eine mechanische Grundsicherung an erster Stelle. Allerdings gibt es neben mechanischen Sicherheitsmaßnahmen wie einbruchssicheren Türschlössern und aufmerksamen Nachbarn auch elektronische Helfer, die zum Schutz vor Einbruch beitragen können. Erfahren Sie, wie Sie Alarmanlagen, Videoüberwachungssysteme, Bewegungsmelder und vieles mehr einbruchshemmend einsetzen.

 

Der Klassiker unter den Schutzsystemen: die Alarmanlage

Eine mechanische Grundsicherung ist als Schutz vor Langfingern grundsätzlich unabdingbar. Die zweite Stufe eines umfassenden Sicherheitskonzeptes sollte jedoch eine Alarmanlage sein. Das Prinzip ist simpel: Kommt es zu einem Einbruchsversuch oder einem tatsächlichen Einbruch, löst die Anlage einen Alarm aus.

Mithilfe von verschiedenen Sensoren wird ein Eindringen in das gesicherte Gebäude oder in den gesicherten Bereich erkannt und der Anlage gemeldet. Die wiederum reagiert mit einem Alarm, beispielsweise per Sirene oder Notruf. Je nach Sensoren erkennt die Alarmanlage Bewegungen, Wasser, Rauch oder auch Rauchgas.

Welche Arten von Alarmanlagen gibt es?

Seit ihrer Erfindung vor fast 170 Jahren ist die Alarmanlage zwar ein absoluter Klassiker, doch von der elektromagnetisch gesteuerten Messingglocke ist bei den heutigen Ausführungen nicht mehr viel zu erkennen.

Alarmanlagen gibt es in verschiedenster Ausführungman unterscheidet die folgenden drei Arten:

  • Verkabelte Alarmanlagen
  • Funkalarmanlagen
  • Hybridanlagen

Bei verkabelten Alarmanlagen sind alle Geräte per Kabel miteinander verbunden. Die Installation ist demnach aufwendiger als bei drahtlosen Systemen und wird häufig im Rahmen von Renovierungen und Neubauten von mittleren bis großen Gebäuden durchgeführt. Die Vorzüge dieser Anlagen sind ein geringer Wartungsaufwand, Störungsresistenz und große Sabotagesicherheit.

Funkalarmanlagen hingegen funktionieren, wie schnurlose Telefone auch, abgesehen vom Netzanschluss ohne Verkabelung. Komponenten wie Notruf und Überfalltaster sind mobil und stets zur Hand. Drahtlose Alarmanlagen lassen sich besonders gut nachrüsten und kommen vor allem in privaten Haushalten oder an plünderungsgefährdeten Kühlschränken zum Einsatz. Zu den Nachteilen gehören mögliche Funkstörungen, ein höherer Wartungsaufwand durch die beschränkte Lebensdauer der regelmäßig zu erneuernden Batterien.

Bei hybriden Alarmanlagen bilden sowohl Funk- als auch Drahtkomponenten das System. Die Kombination beider Technologien bietet eine große Ausfallsicherheit. Nachteilig sind der Preis und der Installationsaufwand.

Hinweis: Im Trend sind IP-basierte Alarmanlagen, da diese über eine Netzwerkverbindung kommunizieren und sich in Smart Home-Lösungen integrieren lassen.     

 

Mit Videoüberwachung haben Sie Ihr Grundstück & Haus immer im Blick!

Einmal lächeln, bitte!

Mit Videoüberwachungslösungen schrecken Sie potenzielle Täter nicht nur ab, sondern können auch tatsächliche Bedrohungen schnell ausfindig machen. Kommt es zu einem Einbruch, behalten Sie selbst in kritischen Situationen den Überblick und Sicherheitskräften können entsprechend eingreifen. Nachträglich dienen die Videoaufzeichnungen zur Aufklärung der Tat und als Beweise.

Hinweis: Achten Sie darauf, nur Ihr eigenes Grundstück zu überwachen. Rechtlich ist es nicht gestattet, das Nachbargrundstück, gemeinsam genutzte Einfahrten oder Zugangswege mit Kameras zu überwachen. Auch Attrappen sind für diese Bereiche nicht erlaubt.  

Auf welche Ausstattungsmerkmale und Funktionen sollte man bei Überwachungskameras achten?

Grundsätzlich funktionieren Überwachungskameras wie herkömmliche Videokameras. Allerdings unterscheiden sie sich hinsichtlich gewisser Zusatzfunktionen wie beispielsweise die Überwachung von Echtzeit-Aufnahmen und Nachtsichtfunktionen. Hier die wichtigsten Merkmale und Funktionen von Überwachungskameras:

  • Wetterfestes Gehäuse: Einige Überwachungskameras sind nicht für den Außeneinsatz geeignet. Achten Sie darauf, nur wetterfeste Modelle mit IP-Schutzart 66 im Außenbereich
  • Blickwinkel: Der Blickwinkel muss zum gewünschten Überwachungsbereich passen. Prüfen Sie den Einstellbereich der Kamera, um zu wissen, ob sie an einer bestimmten Stelle montiert oder damit ein bestimmter Bereich überwacht werden kann.
  • Bildqualität und Sichtweite: Auch wenn die Bildqualität bei Überwachungskameras nicht perfekt sein muss, sollte sie gut genug sein, um klare Aufzeichnungen machen zu können. Besonders wichtig sind die Bildqualität und Sichtweite bei Nacht.
  • Standbild oder Video: Während manche Kameras nur Standbilder schießen können, stellen andere Modelle nur Videos bereit. Ideal sind Überwachungskameras, die beides können.
  • Aufzeichnungsfunktion: Wenn Sie nicht gerade rund um die Uhr CCTV schauen, möchten Sie Ihr Bild- und Videomaterial vermutlich aufzeichnen. Je nach Modell werden die Aufnahmen auf einem Rekorder, einer SD-Karte oder im Netz gespeichert.
  • Optischer Zoom: Zeigt die Überwachungskamera auffällige Objekte oder Personen, können diese mit einem optischen Zoom genauer betrachtet Diese Funktion empfiehlt sich besonders für größere Beobachtungsbereiche.
  • Einstellbare Überwachungsbereiche: Möchten Sie nur bestimmte Bereiche überwachen, wie beispielsweise den Eingangsbereich, kann dies bei einigen Kameras festgelegt werden. So vermeiden Sie eine unnötig hohe Bilderproduktion und können öffentliche Bereiche ausblenden.
  • Bewegungserkennung: Überwachungskameras kommen häufig mit integrierten Bewegungsmeldern, die die Aufzeichnung auf eine verdächtige Bewegung hin startet. Dies spart nicht nur Speicherplatz, sondern ermöglicht auch die ereignisgesteuerte Benachrichtigung des Benutzers.

 

Bewegungsmelder schrecken Einbrecher effektiv ab

Warum Einbrecher immer eine Sonnenbrille tragen sollten…

Einbrecher sind selten auf eine Konfrontation mit den Bewohnern aus und schlagen in den dunkleren Jahreszeiten und bei Dämmerung besonders häufig zu. Denn eins mögen Einbrecher nicht: Licht. Eine effektive Schutzmaßnahme beim Einbruchschutz ist daher eine entsprechende Beleuchtung.

Außen- und Innenbereiche sollten möglichst großzügig und hell beleuchtet werden. Sie täuschen Ihre Anwesenheit vor und schrecken potenzielle Eindringlinge ab. Bei längerer Abwesenheit kann das Ein- und Ausschalten bestimmter Lampen über Zeitschaltuhren programmiert werden.

Besonders abschreckend wirkt an Bewegungsmelder gekoppeltes Schocklicht. Schlagen die Bewegungsmelder an und schalten das Licht ein, fühlen sich ungebetene Gäste auf frischer Tat ertappt und werden damit bestenfalls in die Flucht geschlagen.

Damit Eindringlinge auch wirklich erschreckt und in die Flucht geschlagen werden, sollte die Lampe sofort auf die maximale Helligkeit kommen. Empfehlenswert sind Halogenscheinwerfer mit mindestens 500 Watt.

Es sollten dabei nicht nur die Auffahrt und der Eingangsbereich ausgeleuchtet werden, sondern auch versteckte, schlecht einsehbare Seiten des Grundstücks wie beispielsweise der Kellerabgang.

Welche Unterschiede gibt es bei Bewegungsmeldern und was gilt es zu beachten?

Bewegungsmelder gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Besonders beliebt sind Infrarot-Bewegungsmelder, der Sensoren auf Körperwärme reagieren. Alternativ arbeiten andere Modelle mit Radar oder Ultraschall.

Damit der Bewegungsmelder auch wirklich effektiv abschreckt, beachten Sie Folgendes:

  • Ausrichtung und Position
  • Wahl der Lampen
  • Sensibilität der Sensoren
Ein katzenfreundlicher Bewegungsmelder

Ein Bewegungsmelder kann nur richtig arbeiten, wenn der Winkel des Sensorfelds die zu überwachende Stelle abdeckt. Außerdem sollte er sicher vor Sabotage positioniert werden, damit sich niemand daran zu schaffen machen kann. Je nach Bedürfnis können auch mehrere Lampen an den Bewegungsmelder gekoppelt werden, um eine stimmige Beleuchtung zu erzielen.

Auch die Wahl der Lampen muss bedacht sein: Für Lampen im Dauereinsatz eignen sich Energiesparlampen, da diese zwar weniger Strom verbrauchen, jedoch erst nach einiger Zeit ihre volle Helligkeit erreichen. Für die Schockbeleuchtung eignen sich Halogenlampen, sie stehen sofort in voller Leuchtkraft. Beim Außeneinsatz sollten Sie außerdem beachten, dass die Beleuchtung wetterfest ist.

Sie sorgen sich um tierische Besucher wie die Nachbarkatze, die zum ständigen Auslösen der Bewegungsmelder führen könnte? Dann achten Sie bei der Wahl darauf, dass der Bewegungsmelder nicht zu sensibel ist. Nicht alle Sensoren reagieren bereits, wenn sich was am Boden regt. Außerdem gibt es spezielle tierresistente Anlagen. Sie schlagen sogar bei größeren Hunden und Hyänen nicht an.

Tipp zum Stromsparen: Mit einer Zeitsteuerung können Bewegungsmelder so eingestellt werden, dass sie nur von der Dämmerung bis in die frühen Morgenstunden reagieren. 

 

Mehr Sicherheit dank elektrischer Rollläden

Wer sich mit Einbruchschutz beschäftigt, begegnet früher oder später auch dem Thema der elektrischen Rollläden. Diese tragen grundsätzlich in zweierlei Hinsicht zum Schutz vor Einbrechern bei:

  • Anwesenheitssimulation
  • Hürde für Einbrecher

In Kombination mit Zeitschaltuhren können Sie mit elektrischen Rollläden Ihre Anwesenheit simulieren. Zu passenden Zeiten können Sie die Rollläden öffnen und schließen lassen und damit den Eindruck erwecken, dass jemand im Haus ist.

Elektrische Rollläden können außerdem helfen, Tätern den Einbruch bei einem tatsächlichen Versuch zu erschweren. Denn grundsätzlich gilt: Je länger Einbrecher mit mechanischem Einbruchschutz aufgehalten werden, desto besser. Bleibt der Einbruchsversuch nach mehr als fünf Minuten vergeblich, geben die meisten Eindringlinge auf und lassen von dem Einbruch ab.

Welche Rollläden bieten Schutz vor Einbruch?

Gewöhnliche Rollläden sind auf den ersten Blick zwar ein Hindernis, lassen sich von geübten Tätern jedoch meist sehr einfach aus dem Weg räumen. Damit ein Rollladen also auch tatsächlich ein Zugangshindernis darstellt, muss er bestimmte Sicherheitsmerkmale aufweisen.

Während herkömmliche Rollläden sich meist leicht mit einer Banane aushebeln oder hochschieben lassen, verhindert bei elektrischen Rollläden der stillstehende Motor ein einfaches Hochschieben. Dennoch gelten Rollläden erst dann als einbruchshemmend, wenn sie nach DIN EN 1627 als solche zertifiziert sind.

Die dem Rollladen zugeordnete Widerstandsklasse gibt an, wie lange dieser Einbruchsversuchen mit unterschiedlichen Mitteln standhalten kann. Wichtig ist, dass sicherheitsgeprüfte Rollläden fachgemäß eingebaut werden. Nur dann funktioniert der spezielle Einbruchschutz.

Hinweis: Einbrüche geschehen auch tagsüber, ohne heruntergelassene Rollläden. Achten Sie deshalb stets auf Einbruchschutz am Fenster!

Wie einladend wirken Ihre Rollläden auf Einbrecher?

Mit Smart Home haben Sie Ihr Zuhause immer im Blick – auch von unterwegs

In einem Smart Home sind elektrische Geräte miteinander vernetzt und lassen sich per App oder Software zentral steuern. Das ist nicht nur komfortabel, sondern bietet auch Vorzüge in Bezug auf Einbruchschutz.

Sind Überwachungskameras, Tür- und Fensterkontakte, Bewegungsmelder oder Rollläden im Smart Home-System integriert, können diese sogar von unterwegs überwacht und gesteuert werden. Haben Sie beispielsweise Überwachungskameras installiert, können Sie diese jederzeit und überall aufrufen und sich versichern, dass zu Hause alles in Ordnung ist.

Für den Fall einer auffälligen Veränderung zu Hause können Sie selbst einstellen, was passiert. Wird beispielsweise per Fensterkontakt festgestellt, dass ein Fenster während Ihrer Abwesenheit geöffnet wurde, können Sie sich per E-Mail oder per App darüber in Echtzeit benachrichtigen lassen.

Werden Sie über einen Einbruchsversuch benachrichtigt, können Sie in Ihrem Smart Home sogar aus der Ferne reagieren. Beispielsweise können Sie die Beleuchtung rundum einschalten, elektronisches Hundegebell abspielen oder dem Einbrecher über die Lautsprecher einen Witz erzählen.

Mit einem Smart Home können Sie nicht nur immer und von überall aus nach dem Rechten sehen, sondern Sie können auch intelligent Ihre Anwesenheit simulieren. Es bedarf dafür nicht unbedingt der zuvor erwähnten Zeitschaltuhren, da die Programmierung der Ereignisse für alle vernetzten Geräte über die Zentrale des Smart Homes erfolgt.

Tipp: Bitten Sie einen Nachbarn oder eine Vertrauensperson, während Ihrer Abwesenheit den Briefkasten zu leeren. Ein überfüllter Briefkasten kann jede noch so intelligent geplant Anwesenheitssimulation vereiteln.

 

Fazit: Einbruchschutz heißt abschrecken, alarmieren, aufhalten

Für effektiven Einbruchschutz gibt es vielseitige Möglichkeiten und die müssen nicht einmal teuer sein. Von der Zeitschaltuhr bis zum Schocklicht können einfache Maßnahmen große Wirkung zeigen.  Dabei gilt es vor allem, verschiedene Optionen zu kombinieren und den Einbruch zum wahren Hürdenlauf zu machen.

Je mehr Hürden Einbrecher zu überwinden haben, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nach einigen Minuten von dem Einbruch absehen oder ihn gar nicht erst in Erwägung ziehen. Neben dem mechanischen Einbruchschutz bieten elektrische Helfer wie Alarmanlagen, Überwachungskameras, elektrische Rollläden und Bewegungsmelder effektive Ergänzungen für die häusliche Sicherheit.

Neue Möglichkeiten eröffnen sich außerdem durch Smart Home-Lösungen: Sie erleichtern nicht nur die Anwesenheitssimulation, sondern gewährleisten eine Verbindung mit dem vernetzten Zuhause von überall aus. Passend zu den Bedürfnissen können die unterschiedlichsten intelligenten Geräte integriert werden und der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt: Statten Sie Ihre Wachgänse mit einer intelligenten Videokamera aus und schon sind auch diese Teil Ihres Smart Homes.

Die besten elektronischen Helfer, um Einbrecher abzuschrecken