21 Tipps zum Energiesparen zu Hause

Tipps & Tricks zum Stromsparen zu Hause

Nützliche Tipps & Tricks zum Stromsparen im Alltag


Die Betätigung des Lichtschalters beim Verlassen des Zimmers ist schon seit Jahrzehnten Gang und Gäbe. Seit der Erfindung der Glühbirne hat sich jedoch einiges getan und wir sind zu Hause rund um die Uhr auf Elektrizität angewiesen. Dementsprechend hoch ist auch der häusliche Stromverbrauch. Inzwischen ist klar, wer Strom spart, schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Doch wie lässt sich zu Hause am besten Strom sparen? Entdecken Sie 21 Tipps zum Energiesparen, mit denen Sie Ihren Alltag kinderleicht stromsparend gestalten können!

 

1.     Sparsame Geräte ohne Akku

Elektrische Geräte wie Zahnbürsten, Rasierapparate und Telefone verbrauchen mit direktem Netzanschluss erheblich weniger Strom als die Geräte, die mit einem Akku betrieben werden.

EU-Energielabel einer LED-Lampe der Energieeffizienzklasse A+ mit einem gewichteten Energieverbrauch von 3 kWh/1000h
LED-Lampe der Energieeffizienzklasse A+ mit einem gewichteten Energieverbrauch von 3 kWh/1000h

Wie hoch der Energieverbrauch eines Gerätes ist bzw. wie energieeffizient es arbeitet, können Sie über das EU-Energielabel herausfinden. Sind Sie unsicher, welches Gerät am wenigsten Strom verbraucht, vergleichen Sie die jeweiligen Angaben auf dem EU-Energielabel der Modelle mit Akku und mit Netzanschluss.

 

2. Bei neuen Geräten auf Energieeffizienzklasse achten

Egal ob Geschirrspüler, Waschmaschine oder Wasserkocher, grundsätzlich gilt: Je höher die Energieeffizienz, desto besser. Beziehen Sie bei der Kaufentscheidung daher stets die Energieeffizienzklasse mit ein. So können sich in der Anschaffung teurere Geräte im Endeffekt lohnen, wenn diese konstant weniger Energie verbrauchen als günstigere Modelle.

Wie bereits erwähnt, zeigt Ihnen das EU-Energielabel, wie energieeffizient ein Gerät ist. Mit A+++ und in Dunkelgrün gekennzeichnete Produkte weisen eine sehr hohe Energieeffizienz auf, während Rot bzw. D für eine sehr schlechte Energieeffizienz steht.

Ab März 2021 gilt ein überarbeitetes EU-Energielabel, das nicht mehr über die Plusklassen A+, A++ und A+++ verfügt. Kategorisiert wird nur noch von A (sehr gut) bis G (sehr schlecht).

 

3.     Stecker raus

Mit einer Steckdosenleiste ziehen Sie mehrere Stecker auf einmal raus
Mit einer Steckdosenleiste ziehen Sie mehrere Stecker auf einmal raus

Der Stand-by-Betrieb ist zwar energiesparender als der normale Betrieb, doch die Geräte verbrauchen auch in diesem Modus weiterhin Strom. Dieser unnötige Energiebedarf lässt sich am besten vermeiden, indem man den Stecker zieht.

Übrigens ist es nicht nur für Ihre Stromrechnung gut, die Geräte vom Stromnetz zu trennen. Sie beugen damit auch möglichen Brandursachen vor: Weist ein Elektrogerät im Inneren einen Defekt auf und überhitzt, kann es schnell zum Elektrobrand kommen.

Tipp: Ist Ihnen das Stecker ziehen zu lästig oder befindet sich die Steckdose an einer ungünstigen Stelle, können Sie eine Steckdosenleiste mit Schalter verwenden. Damit lässt sich der Strom bequem abschalten.

 

4.     Stromsparender Kühlschrank am richtigen Ort

Es gibt Geräte, die viel Strom verbrauchen und bei denen wir nicht einfach hin und wieder den Stecker ziehen können. Der Kühlschrank zum Beispiel. Überlegen Sie sich daher vor dem Kauf, ob Sie ein Gefrierfach brauchen und wie groß der Kühlschrank tatsächlich sein muss.

Doch nicht nur mit dem richtigen Kühlschrank, sondern auch mit der richtigen Position lässt sich Strom sparen. Stellen Sie den Kühlschrank an einen möglichst kalten Ort und kühlen Sie ihn nicht mehr als nötig. Das gilt auch bei Gefriertruhen und Gefrierschränken: Stellen Sie die Tiefkühltruhe idealerweise in den Keller.

Achten Sie außerdem grundsätzlich darauf, für den Rückkühler des Kühlschranks ausreichend Abstand zur Wand zu lassen. Damit die Wärme auch nach oben abfließen kann, sollten Sie so wenig wie möglich auf dem Kühlschrank abstellen. Luft leitet Wärme übrigens schlecht, ein voller Kühlschrank bietet daher nicht nur einen schönen Anblick, sondern ist auch besser für die Stromrechnung.

Tipp: Gönnen Sie dem Kühlschrank eine Pause, wenn Sie in den Urlaub gehen. In der Zeit einfach ausschalten und abtauen.

 

Ein vollgepackter Kühlschrank ist ganz im Sinne des Stromsparplans!
Ein vollgepackter Kühlschrank ist ganz im Sinne des Stromsparplans!

5.     Mit Gas kochen

Ein Gasherd funktioniert mit Gas und ist dementsprechend – wer hätte es gedacht – besonders stromsparend. Doch er ist im Vergleich zum Elektroherd auch tatsächlich umweltfreundlicher und verbraucht ungefähr nur halb so viel Primärenergie. Das liegt daran, dass vom Gas direkt Wärme erzeugt wird, während der Strom zuerst aus anderen Energieträgern gewonnen werden muss.

Kochen Sie mit Gas, wird schätzungsweise nur die Hälfte an CO2 freigesetzt wie bei einem herkömmlichen Elektroherd. Ihre Töpfe können Sie weiterhin verwenden, da für den Gasherd keine speziellen Töpfe erforderlich sind. Manche Köche sind übrigens überzeugt, dass mit Gas gekochte Gerichte besser schmecken.

 

6.     Kochen mit Deckel

Egal ob Gasherd oder Elektroherd, Wärme „steigt“ bekanntlich nach oben. Ist der Topf also nicht zugedeckt, hat die Wärme freien Lauf in Richtung Decke. Ist der Topf zugedeckt, hält sich die erzeugte Wärme im Inneren. Außerdem ist dann auch das Essen schneller fertig!

Verwenden Sie am besten gläserne Deckel, dann können Sie ins Topfinnere schauen, ohne den Deckel ständig anzuheben. Denn auch dabei geht jedes Mal wertvolle Wärme verloren.

Tipp: Achten Sie auch darauf, einen zur Größe der Kochplatte und zur Zutatenmenge passenden Topf auszuwählen. So erwärmen Sie nicht einen unnötig großen Topf und es geht keine Energie über eine zu große Herdplatte verloren.

 

Wasserkocher & Co. sind stromsparender als der Elektroherd
Wasserkocher & Co. sind stromsparender als der Elektroherd

7.     Man muss nicht immer den Herd nutzen!

Haben Sie Elektrogeräte wie Kaffeemaschine, Wasserkocher und Eierkocher in Ihrer Küche, dann nutzen Sie diese! Bei diesen Geräten wird durchschnittlich über ein Drittel weniger Strom verbraucht als beim Elektroherd.

Füllen Sie nur so viel Wasser in den Wasserkocher, wie Sie auch tatsächlich benötigen. Für’s Eierkochen ist der Wasserkocher jedoch eher ungeeignet.

Hinweis: Sorgen Sie sich nicht nur um die eigene Stromrechnung, sondern auch um die Ökobilanz, sollten Sie auf Kaffeemaschinen mit Pads aus Aluminium verzichten. Die Herstellung dieser Pads erfordert viel Energie und ist umweltbelastend.

 

8.     Ohne Vorheizen backen – mit Restwärme kochen

Sie möchten nicht unnötig Wärme erzeugen, die letztendlich nicht genutzt wird? Dann heizen Sie Ihren Backofen nur vor, wenn der Vorlauf für das Gelingen der Speisen ausschlaggebend ist. Während es beispielsweise Pizza- oder Biskuitteige von Anfang an gerne richtig warm haben, muss der Backofen bei einem Auflauf nicht vorgeheizt werden.

Ideal nutzen lässt sich außerdem beim elektrischen Kochfeld wie beim Backofen die Nachwärme. Soll das Gericht nur noch etwas köcheln oder garen, können Sie die Kochplatte bereits 10 bis 15 Minuten und den Backofen 5 bis 10 Minuten früher abschalten.

Bei kleinen Portionen ist der Backofen nicht effizient. Nutzen Sie vorzugsweise den Herd. Beim Backofen verhält es sich außerdem wie beim Topfdeckel: Je häufiger Sie die Backofentür öffnen, desto mehr Wärme geht verloren und mehr Energie wird verbraucht.

 

9.     Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen lassen

Der Platz im Gefrierfach wird langsam eng, weil sich eine dicke Eisschicht gebildet hat? Dann wird es höchste Zeit fürs Abtauen! Die Vereisung ist nämlich nicht nur lästig, sondern treibt den Stromverbrauch auch unnötig in die Höhe. Für einen effizienten Betrieb sollte bereits ab einer etwa einen Zentimeter dicken Schicht das Eis abgetaut werden.

Der erhöhte Stromverbrauch lässt sich ganz einfach erklären: Durch die Eisschicht gelangt die von den Kühlschlangen ausgehende Kälte schwerer ins Innere. Die vereisten Kühlschlangen des Kühlschranks oder der Gefriertruhe müssen demnach länger kühlen und insgesamt mehr Energie aufwenden, um eisige Bedingungen zu schaffen und Ihre Eiswürfel in Form zu halten.

Tipp: Hat Ihr Kühlschrank keine automatische Abtaufunktion, müssen Sie sich wohl selbst ans Abtauen machen. Doch Sie können den Abtauvorgang ganz einfach beschleunigen: Stellen Sie eine Schale mit heißem Wasser ins Innere, um das Eis schneller zum Schmelzen zu bringen. Vergessen Sie nicht, das Innere schön trocken zu wischen, bevor Sie die Gefriereinheit wieder in Betrieb nehmen.

 

10.     Heizung runter, Tür zu

Wenn Sie bei Heizung runterdrehen daran denken, wie Sie im Wintermantel und mit Handschuhen vor dem Sofa sitzen, dann können wir Sie beruhigen. Denn Heizungsenergie sparen kann man auch ohne drastische Maßnahmen.

Bei jedem Grad weniger werden schätzungsweise bereits sechs Prozent Heizenergie gespart. Daher ist es besonders wichtig, die Temperatur richtig zu regeln und für jedes Zimmer individuell einzustellen.

Während man es im Bad mit 23 °C gerne kuschelig warm hat, reichen im Schlafzimmer 16 bis 18 °C. In Wohnräumen wie dem Wohnzimmer und Kinderzimmern gelten 20 bis 22 °C als Richtwert. In der Küche sind 18 bis 20 °C optimal und wer gerne viel kocht und bäckt, dem wird es sowieso schnell richtig warm.

Wichtig ist es auch, lieber hin und wieder kräftig durchzulüften, als die Fenster durchgehend zu kippen. Denken Sie daran, währenddessen den Heizkörper abzudrehen.

Hinweis: Achten Sie darauf, die Heizung vor dem Winter zu entlüften. Ist ein Heizkörper nicht richtig entlüftet, frisst er besonders viel Energie.

 

11. Licht aus

Versehen Sie Ihren Lichtschalter mit einem wachsamen Auge - dem Bewegungsmelder!
Versehen Sie Ihren Lichtschalter mit einem wachsamen Auge – dem Bewegungsmelder!

Dieser Energiespartipp ist altbekannt und nach wie vor effektiv: Licht aus! Wenn sich niemand im Raum befindet, muss auch das Licht nicht brennen. Achten Sie einfach darauf, stets beim Verlassen eines Raumes an das Licht zu denken und es gegebenenfalls auszuschalten.

Das gilt verstärkt bei nicht so häufig genutzten Teilen des Hauses wie Keller und Garage. Lassen Sie hier das Licht an, bleibt der unnötige Stromverbrauch höchstwahrscheinlich für mehrere Stunden unbemerkt. Auch im Flur oder im Treppenhaus lässt man gerne mal aus Bequemlichkeit das Licht an.

Tipp: Wenn Ihnen beispielsweise im Treppenhaus der Gang zum Lichtschalter besonders mühselig erscheint, können Sie Ihr Licht auch automatisch über einen Bewegungsmelder schalten lassen.

 

12. LED-Lampen und Energiesparlampen nutzen

Nicht nur die Brenndauer, sondern auch die Art des Leuchtmittels kann einen Unterschied in Sachen Energieverbrauch ausmachen. Energiesparlampen verbrauchen etwa 70 Prozent weniger Strom als eine herkömmliche Glühbirne. Während der Stromverbrauch und die CO2-Emissionen bei der Herstellung für eine Energiesparlampe sprechen, ist sie in den vergangenen Jahren wegen des giftigen Quecksilbergehaltes in Verruf geraten.

Wer also auf den Sondermüll verzichten und trotzdem Energie sparen möchte, für den bieten LED-Lampen eine gute Alternative. Die etwas höheren Anschaffungskosten rechnen sich mit der Zeit durch einen im Vergleich zur herkömmlichen Glühbirne um bis zu 85 Prozent verringerten Energieverbrauch.

 

13. Energiefressende Apps im Hintergrund

Sie haben den Akku erst vor wenigen Stunden geladen und jetzt ist er schon wieder leer? Wenn bei Smartphone oder Tablet die Akkuladung sichtbar zu schwinden scheint, sind meist im Hintergrund laufende Apps daran schuld.

Während einige Apps einen energiesparenden Hintergrundmodus haben, „fressen“ andere durchgehend Akku-Leistung. Die Facebook-App ist gemeinhin als Stromfresser bekannt. Im Allgemeinen sind Apps, die Ihnen häufig Benachrichtigungen senden, potenzielle Akkusauger.

Ebenfalls besonders stromhungrig sind Navigations-Apps. Achten Sie daher stets darauf, die Standort-Funktion bei Nichtbenutzung zu deaktivieren. Auch die Taschenlampen-Funktion sollte nicht permanent eingeschaltet sein. Am wenigsten Akku benötigt Ihr Smartphone übrigens im Flugmodus. Gönnen Sie sich und Ihrem intelligenten Helfer also am besten hin und wieder etwas Funkstille.

Hinweis: Wie viel Akku-Ladung von welchen Apps genutzt wird, können Sie in der Regel in den Akku-Einstellungen anzeigen lassen.

 

14. Sparsam waschen

Wer Strom sparen möchte, sollte auch Wasser sparen!
Wer Strom sparen möchte, sollte auch Wasser sparen!

Beim Waschen lässt sich am besten sparen, indem man insgesamt weniger wäscht. Dieser Tipp hilft natürlich reichlich wenig, wenn sich zuhause die Wäscheberge türmen. Doch auch wenn viel Wäsche gewaschen werden muss, gibt es Einsparpotenziale.

Grundsätzlich gilt es, eine Waschmaschine mit möglichst hoher Energieeffizienz zu kaufen. Wer viel wäscht, kann durch eine neue Maschine so viel Energie sparen, dass auf Dauer selbst eine geschenkte ältere Waschmaschine teurer ist.

Neben der Energieeffizienz der Waschmaschine hat auch die Waschtemperatur einen hohen Einfluss auf den Strom- und Wasserverbrauch. Waschen Sie also beispielsweise mit 40 statt 60 °C können Sie bis zur Hälfte an Energie sparen. Die Sparprogramme moderner Waschmaschinen waschen deshalb meist mit 30 °C. Schalten Sie also einfach mal runter und wählen Sie eine niedrigere Temperaturstufe.

Zudem ist bei den heutigen Waschmaschinen und Waschmitteln keine Vorwäsche mehr erforderlich. Achten Sie außerdem darauf, möglichst nur zu waschen, wenn die Waschmaschine tatsächlich voll ist.

 

15. Wäsche auf einem Wäscheständer trocknen lassen

Nicht nur beim Waschen lässt sich Strom sparen, sondern auch beim Trocknen. Denn Wäschetrockner sind zwar komfortabel, gehen jedoch mit einem hohen Energieverbrauch einher. Nutzen Sie also an sonnigen und warmen Tagen den natürlichen Trockner und lassen Sie die Wäsche auf der Wäscheleine trocknen.

Auch wenn die Wäsche nicht draußen getrocknet werden kann, bieten zum Beispiel Heizräume gute Bedingungen, um die Wäsche auf dem Wäscheständer trocknen zu lassen. Das Schöne am natürlichen Trockenvorgang: Er braucht überhaupt keinen Strom.

Hinweis: Umso stärker die Wäsche geschleudert wird, desto weniger Feuchtigkeit bleibt in den Textilien und desto schneller trocknen sie. Während für die Wäscheleine ein Schleudervorgang mit 1000 Umdrehungen genügt, sind 1200 Umdrehungen oder mehr für die Wäsche empfehlenswert, die anschließend in den Trockner kommt.

 

16. Wasserverbrauch senken

Strom sparen durch Wasser sparen? Genau! Denn im Durchschnitt handelt es sich bei einem Viertel des Wasserverbrauchs in Deutschland um Warmwasser. Und damit Wasser zu Warmwasser wird, muss Energie verbraucht werden.

Bereits durch kleine Änderungen können Sie im Alltag Wasser sparen. Achten Sie beispielsweise darauf, beim Zähneputzen nicht die ganze Zeit den Wasserhahn laufen zu lassen. Verwenden Sie zudem einen Zahnputzbecher. Noch mehr sparen lässt sich, indem Sie den Wasserhahn am Waschbecken oder in der Dusche zudrehen, während Sie sich einseifen.

In der Küche können Sie mit einer großen Schüssel das Gemüse wassersparend waschen. Haben Sie viele Pflanzen oder einen Garten, verwenden Sie am besten gesammeltes Regenwasser zum Gießen. Im Garten können Sie übrigens auch Strom sparen, indem Sie den Rasen nicht zu oft mähen.

Generell gilt: Tropfende Wasserhähne sind in einem wassersparenden Haushalt ein absolutes Tabu!

Hinweis: Achten Sie bei der Spülmaschine auf ein wassersparendes Modell. Die Maschine sollte nicht mehr als 17 Liter pro Durchlauf verbrauchen und nur voll beladen oder zumindest im Sparprogramm betrieben werden.

 

17. Sparduschkopf und Durchflussbegrenzer einbauen

Während Duschen beim Otto Normalduscher im Vergleich zu einem Vollbad an sich bereits wassersparend ist, kann man auch beim Duschen selbst noch Wasser sparen.

Sparduschköpfe, Perlstrahler und Durchflussbegrenzer optimieren den Wasserstrahl so, dass bei gleichbleibendem Duschkomfort weniger Wasser verbraucht wird. Das Prinzip dahinter ist folgendes: Der Wasserstrahl wir am Hahn geteilt oder mit Luft angereichert, sodass sich Druck und Oberfläche des Wassers erhöhen und weniger Wasser benötigt wird.

Der Wasserverbrauch lässt sich bis auf die Hälfte senken, ohne dass man unter der Dusche etwas davon bemerkt. Neben Sparduschköpfen gibt es einen weiteren Wassersparhelden im Badezimmer: Der Sparspülkasten für die Toilette. Während bei einem normalen Spülvorgang 7 bis 9 Liter Wasser verbraucht werden, sind es bei einer Spartaste nur noch 3 bis 5 Liter Wasser.

Ein Durchlauferhitzer wärmt das Wasser nur dann, wenn Sie es auch benötigen.
Ein Durchlauferhitzer wärmt das Wasser nur dann, wenn Sie es auch benötigen.

Hinweis: Prüfen Sie regelmäßig, dass die Toilettenspülung nicht defekt ist und dass nicht kontinuierlich Wasser in die Toilette läuft. Ähnlich wie beim tropfenden Wasserhahn werden hier im Endeffekt viele Liter Wasser ungenutzt in die Kanalisation geleitet.

 

18. Warmwasserspeicher abschalten oder durch Durchlauferhitzer ersetzen

Warmwasserspeicher oder auch Elektroboiler bieten in Sachen Komfort gewisse Vorzüge, da sie eine bestimmte Menge Warmwasser speichern und für die spätere Nutzung bereithalten. Es heißt also einfach Wasserhahn auf und Warmwasser marsch! Das ständige Erwärmen des Wassers schluckt jedoch einiges an Strom, weshalb Boiler permanent Strom verbrauchen. Boiler sollten daher bei Nacht oder wenn niemand zu Hause ist, abgeschaltet werden.

Wer zum Strom sparen nicht andauernd den Warmwasserspeicher ausschalten möchte, für den bieten Durchlauferhitzer eine Alternative. Diese verbrauchen nur dann Strom, wenn wirklich warmes Wasser benötigt wird und auch nur für die erforderliche Wassermenge.

Hier ist allerdings etwas Geduld oder Mut gefragt: Es wird eine gewisse Vorlaufzeit benötigt, weshalb zuerst kaltes Wasser kommt, bis schließlich Warmwasser zur Verfügung steht. Achten Sie außerdem darauf, nur die tatsächlich benötigte Wassertemperatur einzustellen.

Tipp: Alternativ können Sie über Sonnenkollektoren Wärme für die Warmwasserbereitung und Heizung gewinnen. Auch zur kalten Jahreszeit reicht die Sonnenenergie aus, um einen beträchtlichen Teil des Wassers zu erhitzen.

 

 

19. Auf Klimaanlagen verzichten

Greifen Sie bei heißen Temperaturen lieber zum Ventilator als zur Klimaanlage
Greifen Sie bei heißen Temperaturen lieber zum Ventilator als zur Klimaanlage

Bei besonders hohen Temperaturen gibt es für viele nur eine wahre Erlösung: die Klimaanlage. Doch so schnell wie Klimaanlagen bei Hitze für angenehme Abkühlung sorgen, treiben sie auch die Stromkosten in die Höhe.

Wer beim Anblick der Stromrechnung nicht erst recht ins Schwitzen kommen möchte, sollte sich daher lieber für herkömmliche Alternativen wie Ventilatoren und richtiges Vorgehen beim Lüften entscheiden. Ein offener Kühlschrank im Raum ist keine energiesparende Alternative zur Klimaanlage.

Möchten Sie nicht ganz auf Ihre Klimaanlage verzichten, können Sie auch das Einsparpotenzial bei deren Betrieb ausschöpfen. Vermeiden Sie beispielsweise direkte Sonneneinstrahlung im Raum und halten Sie die Fenster und Türen geschlossen. Positionieren Sie die Klimaanlage möglichst frei, sodass die gekühlte Luft gut im Raum zirkulieren kann und stellen Sie die Temperatur nicht zu kalt ein.

 

20. Energiesparen mit digitalen Helfern

Wenn Sie Ihren Stromverbrauch senken möchten, ist es hilfreich, den eigenen Energieverbrauch zu kennen. Wissen Sie genau, wo Sie wie viel Strom verbrauchen, können Sie leichter entsprechende Sparmaßnahmen treffen.

Inzwischen gibt es zahlreiche Tools, Apps und Webseiten, über die Sie Ihren eigenen Verbrauch anzeigen und auswerten können. Auch sogenannte „Smart Meter“ spielen eine wichtige Rolle beim Energiesparen. Diese elektronischen Stromzähler lassen sich intelligent über eine Kommunikationsschnittstelle vernetzen und können den Energieverbrauch zeitnah übermitteln.

 

21. Strom selber erzeugen & Wechsel zu Ökostrom

Kostenlos & perfekt fürs grüne Gewissen: Sonnenenergie!
Kostenlos & perfekt fürs grüne Gewissen: Sonnenenergie!

Strom sparen hin oder her, selbst der eifrigste Sparer verbraucht weiterhin Strom. Um die Kosten für den verbleibenden Stromverbrauch langfristig zu senken, bieten sich inzwischen auch Möglichkeiten für Privatpersonen.

Eine besonders beliebte Energiequelle ist die Sonne. Während sich Solarthermie zur Warmwasserbereitung eignet, können Sie mit Solarzellen in Form von Photovoltaik-Anlagen oder Mini-Solaranlagen Strom erzeugen. Ein Teil des heimischen Energiebedarfs lässt sich so über Sonnenenergie decken.

Eine alternative Energiequelle ist der Wind. Da mit modernen Windrädern zahlreiche Vorlagen und Vorschriften einhergehen, bietet sich vor allem eine Mini-Windkraftanlage an. Die Zulassung gestaltet sich einfacher als bei einem Riesen-Windrad.

Wer nicht zum privaten Stromerzeuger werden möchte und trotzdem einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emmissionen leisten will, kann zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln. Der Wechsel ist einfach und häufig sind die Tarife für Ökostrom sogar günstiger als jene herkömmlicher Anbieter.

Hinweis: Sollte etwas beim Wechsel zu Ökostrom schiefgehen, sitzen Sie trotzdem nicht plötzlich im Dunkeln. Ihr Netzbetreiber ist grundsätzlich verpflichtet, Sie weiterhin mit Strom zu versorgen.

 

Fazit: Mit kleinen Maßnahmen zu großen Einsparungen

Selbst wer nicht in der Strohhütte fernab von jeglicher Elektrizität wohnt, hat zahlreiche Möglichkeiten, den eigenen Energieverbrauch beträchtlich zu senken. Egal, ob im Badezimmer, in der Küche oder im Keller, Energiesparpotenziale schlummern in jeder Ecke.

Häufig sind es schon Kleinigkeiten wie die Verwendung des passenden Leuchtmittels oder ein sachgemäßes Ausschalten der Elektrogeräte, die sich positiv auf der Stromrechnung bemerkbar machen. Allein über „Stromfresser“ informiert zu sein und diese bewusst wahrzunehmen, beeinflusst uns bereits im Umgang mit der häuslichen Elektrizität.

Welche Maßnahmen letztendlich ergriffen werden, bleibt jedem Verbraucher selbst überlassen. Die Geräte dienen nach wie vor der Unterstützung im Haushalt und auch wenn ein kompletter Verzicht die ultimative Sparmaßnahme darstellt, geht damit der ursprünglich angestrebte Komfort für den Verbraucher verloren.

Nutzen Sie Ihre Geräte bewusst und dennoch zu Ihrem Genuss: Scheint die Sonne und Sie können die Wäsche fröhlich pfeifend an der Wäscheleine aufhängen, ist das ideal. Möchten Sie an einem kalten Regentag Ihre Wäsche einfach schnell in den Trockner stopfen, dann ist das auch in Ordnung. Jetzt wissen Sie ja, wie Sie mit einfachen Tricks etwas für Ihren Geldbeutel und Ihr grünes Gewissen tun können!

21 Tipps zum Energiesparen zu Hause