Vereinfacht gesagt ist eine Steuerleitung die „Signal-Leitung“ einer Maschine. Sie bündelt mehrere Adern in einem Kabel, über die Schalt- und Rückmeldesignale laufen – zum Beispiel von Tastern, Sensoren, Endschaltern oder Magnetventilen zur Steuerung.
Typisch sind flexible, mehradrige Leitungen mit einer Nennspannung von 300/500 V und eher kleineren Querschnitten. Im Unterschied zu Motor- oder Energieleitungen steht bei Steuerleitungen nicht die Versorgung großer Leistungen im Vordergrund, sondern eine saubere Signalübertragung und eine gut verlegbare, flexible Leitung.
Steuerleitungen (oft auch Steuerkabel genannt) verbinden in Maschinen und Anlagen zum Beispiel SPS, Sensoren, Aktoren, Schaltgeräte, Klemmen und Bedienpulte. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo Antriebe geschaltet, Ventile angesteuert oder Betriebszustände erfasst werden und mehrere Signale gebündelt in einer Leitung laufen sollen.
Je nach Aufbau gibt es Steuerleitungen mit PVC-, PUR-, halogenfreiem oder Silikon-Mantel, geschirmt oder ungeschirmt, für feste Verlegung, gelegentliche Bewegung oder Dauerbewegung (z. B. in Schleppketten). Viele Standard-Steuerleitungen sind für die Verlegung in trockenen, feuchten und nassen Bereichen ausgelegt – in der Praxis vor allem im Innenraum. Sie sind meist nicht für die dauerhaft ungeschützte Verlegung im Freien gedacht. Es sei denn, sie sind UV-beständig bzw. haben eine ausdrückliche Freigabe für den Außenbereich.
PVC-Steuerleitungen sind der Standard für viele Anwendungen im Maschinen-, Anlagen- und Gebäudebau. Sie eignen sich für feste Verlegung oder gelegentliche Bewegung in trockenen, feuchten und nassen Räumen – vor allem im Innenbereich.
Halogenfreie Steuerleitungen (z. B. HSL-Typen) kommen ins Spiel, wenn neben Funktion auch das Brandverhalten wichtig ist – etwa in öffentlichen Gebäuden, Anlagen mit vielen Personen oder überall dort, wo auf halogenfreie Installation geachtet wird.
PUR-Steuerleitungen sind die robuste Lösung für Bewegung und raue Umgebungen. Sie werden typisch in Schleppketten, an bewegten Maschinenteilen oder in Bereichen mit Ölen, Kühlmitteln und Abrieb eingesetzt.
Spezielle Steuerleitungen wie eine Aufzugssteuerleitung oder eine Silikon-Steuerleitung decken besondere Anforderungen ab: Aufzüge, Hängetaster und hängende Anwendungen auf der einen Seite – hohe Temperaturen und starke Temperaturschwankungen auf der anderen.
ÖLFLEX® ist kein eigener Leitungs-Typ, sondern ein Markenname des Herstellers LAPP für flexible, meist ölbeständige Anschluss- und Steuerleitungen. Die ersten ÖLFLEX-Leitungen wurden speziell für Maschinen und Anlagen in ölhaltigen Umgebungen entwickelt – daher der Name aus „Öl“ und „flexibel“.
Weil diese Leitungen sich stark verbreitet haben, hat sich „Ölflex-Kabel“ in vielen Betrieben als umgangssprachlicher Begriff für flexible Steuerleitungen eingebürgert. Wenn jemand nach „Ölflex“ fragt, ist damit oft ganz allgemein eine flexible Steuer- oder Anschlussleitung gemeint. Technisch vergleichbare Ausführungen finden Sie bei uns zum Beispiel als PVC-Steuerleitungen in YSLY-/YY-Bauart oder andere flexible Steuerleitungen.
YSLY ist eine der klassischen PVC-Steuerleitungen. Die Buchstaben verraten Aufbau und Kennzeichnung:
Ergänzende Buchstaben:
Beispiele:
Vereinfacht gesagt ist eine Steuerleitung die „Signal-Leitung“ einer Maschine. Sie bündelt mehrere Adern in einem Kabel, über die Schalt- und Rückmeldesignale laufen – zum Beispiel von Tastern, Sensoren, Endschaltern oder Magnetventilen zur Steuerung.
Typisch sind flexible, mehradrige Leitungen mit einer Nennspannung von 300/500 V und eher kleinen Querschnitten. Im Unterschied zu Motor- oder Energieleitungen steht bei Steuerleitungen nicht die Versorgung großer Leistungen im Vordergrund, sondern eine saubere Signalübertragung und eine gut verlegbare, flexible Leitung.
Viele klassische PVC-Steuerleitungen – etwa in YSLY-/H05VV5-F-Bauart – sind für trockene, feuchte und nasse Innenräume gedacht, aber nicht UV-beständig. Für eine dauerhafte Verlegung im Freien sind sie deshalb in der Regel nicht geeignet. Für Außenbereiche sollte man entweder einen geeigneten Schutz (z. B. Rohr oder Kabelkanal) vorsehen oder direkt Steuerleitungen verwenden, die ausdrücklich für den Außenbereich bzw.Sonneneinstrahlung freigegeben sind.
Steuerleitungen haben normalerweise eine Nennspannung von 300/500 V. Sie übertragen Steuer- und Rückmeldesignale und versorgen kleinere Verbraucher – oft mit vielen Adern und eher kleineren Querschnitten.
Motorleitungen sind in der Regel für 0,6/1 kV ausgelegt, haben eine stärkere Aderisolierung und größere Querschnitte, weil sie die Leistung für Motoren und Antriebe transportieren. In einer Anlage liegen beide Leitungsarten häufig nebeneinander: Steuerleitungen für Signale und kleinere Lasten, Motorleitungen für die eigentliche Energieversorgung der Antriebe.
Ob eine einzelne Trommellänge für eine Maschine oder verschiedene Steuerleitungen für einen kompletten Anlagenumbau: Bei Elektro4000 finden Sie Steuerleitungen in vielen Aderzahlen, Querschnitten und Bauformen. Sie wissen nicht genau, welche Steuerleitung die richtige ist? Dann schreiben Sie uns einfach eine Mail – unser Elektro4000-Experten-Team hilft Ihnen gerne weiter!
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