Eine Schraubklemme ist eine Anschluss- oder Verbindungsklemme, bei der ein elektrischer Leiter mit einer Schraube befestigt wird. Sie sorgt dafür, dass der Leiter fest an der Kontaktstelle sitzt und der Strom sicher übertragen werden kann.
Schraubklemmen kommen in vielen Bereichen der Elektroinstallation und Elektronik vor – zum Beispiel in Verteilern, elektrischen Geräten, Schaltern oder Steckdosen. Auch auf Platinen werden Schraubklemmen eingesetzt, z.B. für den Anschluss von Leitungen an elektronische Baugruppen. Steckbare Schraubklemmen sind praktisch, wenn ein Anschluss lösbar bleiben soll, zum Beispiel bei modularen Geräten oder Baugruppen.
Elektro4000-Tipp: Schauen Sie genau auf den Leiter
Nicht jede Schraubklemme ist für jede Leiterart geeignet. Starre Leiter, mehrdrähtige Leiter und feindrähtige Leiter können unterschiedliche Anforderungen an die Klemmstelle stellen. Achten Sie deshalb darauf, welche Leiterarten und Querschnitte für die jeweilige Klemme freigegeben sind.
Ein starrer Leiter kann in vielen Schraubklemmen direkt geklemmt werden. Bei feindrähtigen Leitern kann dagegen je nach Klemme eine Aderendhülse sinnvoll oder erforderlich sein, damit die einzelnen Drähtchen sauber zusammengefasst werden und sicher in der Klemmstelle sitzen. Besonders wichtig ist das, wenn eine bestehende Verbindung ersetzt oder eine ältere Installation erweitert wird.
Bei einer Schraubklemme wird der abisolierte Leiter in die Klemmstelle eingeführt. Anschließend wird die Schraube angezogen. Dadurch entsteht ein Anpressdruck, der den Leiter an der Kontaktfläche hält.
Wichtig ist, dass der Leiter weit genug eingeführt wird und keine blanken Aderteile außerhalb der Klemme stehen. Bei flexiblen oder feindrähtigen Leitern können je nach Klemme Aderendhülsen sinnvoll oder erforderlich sein. Sie fassen die einzelnen Drähte zusammen und erleichtern eine saubere Klemmung.
Elektro4000-Tipp: Ziehen Sie mit Gefühl!
Eine Schraubklemme sollte fest sitzen, aber nicht überdreht werden. Ist die Schraube zu locker, kann der Kontakt unsicher werden. Wird sie zu stark angezogen, können Leiter, Gewinde oder Klemmstelle beschädigt werden. Besonders bei feindrähtigen Leitern ist sorgfältiges Arbeiten wichtig, damit einzelne Drähtchen nicht gequetscht, abgeschnitten oder seitlich herausgedrückt werden.
Eine häufige Alternative sind Federklemmen, Steckklemmen oder Hebelklemmen. Sie arbeiten ohne Schraube und halten den Leiter über Federdruck. Das kann die Montage beschleunigen und reduziert das Risiko, dass eine Schraubverbindung später nachgezogen werden muss. Welche Lösung besser passt, hängt aber von Anwendung, Leiterart, Platzverhältnissen und den technischen Vorgaben des jeweiligen Produkts ab.
Mit einer gemeinsamen Schraubklemme ist meist eine Klemmstelle gemeint, an der mehrere Leiter oder Anschlüsse elektrisch miteinander verbunden sind. Sie kann zum Beispiel verwendet werden, um mehrere Leiter elektrisch miteinander zu verbinden. Wichtig ist dabei, dass die Klemme ausdrücklich für die Anzahl und Art der Leiter geeignet ist. Mehrere Leiter dürfen nicht einfach beliebig unter eine Schraube gelegt werden.
Bei einer Schraubklemme wird der Leiter durch eine Schraube fixiert. Bei einer Federklemme wie z.B. WAGO-Klemmen, Steckklemmen oder Hebelklemmen, übernimmt eine Feder den notwendigen Anpressdruck. Federklemmen lassen sich häufig schneller anschließen und gleichen leichte Bewegungen oder Temperaturschwankungen besser aus. Schraubklemmen sind dagegen klassische, weit verbreitete Anschlussklemmen und bleiben besonders dort praktisch, wo eine lösbare, gut zugängliche Schraubverbindung gewünscht ist.