Cat.7 Kabel sind hochwertig geschirmte Ethernet-Kabel für leistungsfähige Netzwerke in Büro, Gewerbe und Industrie. Sie sind für Frequenzen bis 600 MHz* ausgelegt und ermöglichen – in Kombination mit passenden Komponenten – Gigabit- und 10-Gigabit-Ethernet auf Strecken bis 100 Metern.
MHz steht für Megahertz und beschreibt, wie schnell ein Kabel Wechselspannungen übertragen kann – vereinfacht: wie oft pro Sekunde das Signal „schwingen“ darf.
Je höher der MHz-Wert, desto mehr „Signalwechsel“ pro Sekunde sind möglich und desto mehr Reserven hat das Kabel für hohe Datenraten (z. B. 10 Gbit/s).
Wichtig: MHz ist kein Mbit/s – die Frequenz gibt die technische Bandbreite des Kabels an, die Datenrate ergibt sich erst aus dem Zusammenspiel von Kabel, Technik und Protokollen.
Typisch für ein Cat.7 Kabel sind sehr gute Schirmungswerte (meist S/FTP: jedes Aderpaar einzeln geschirmt plus Gesamtschirm), geringe Störeinflüsse und stabile Datenraten – auch dann, wenn viele Leitungen nebeneinander liegen oder Motoren, Netzteile und andere Störquellen in der Nähe sind.
In der Praxis werden Cat.7 Kabel fast ausschließlich als Installationskabel verwendet: in Wand, Decke, Brüstungskanal oder Kabelpritsche. Die massiven Adern werden auf Netzwerkdosen oder Patchpanels aufgelegt, meist mit RJ45-Komponenten der Klasse Cat.6A. So entsteht ein Übertragungsweg, der für 10-Gigabit-Ethernet geeignet ist – mit zusätzlichen Reserven bei Schirmung und Dämpfung durch das Cat.7-Kabel.
Beide können 10 Gbit/s über Kupfer. Cat.6A ist bis 500 MHz spezifiziert, Cat.7 bis 600 MHz (je nach System teilweise höher) und bringt meist eine stärkere Schirmung mit. Praktisch heißt das: Cat.7 hat mehr Reserve gegen Störungen und Dämpfung, vor allem bei langen Wegen und vielen parallel laufenden Leitungen. In der typischen Büro- oder Industrieverkabelung wird Cat.7 daher gerne als Installationskabel genutzt, kombiniert mit Cat.6A-RJ45-Komponenten.
Die maximal mögliche „Geschwindigkeit“ ist dieselbe: Beide sind für 10-Gigabit-Ethernet geeignet. Der Unterschied steckt nicht in „mehr Mbit/s“, sondern in der Reserve: Cat.7 bietet bessere Schirmung und geringere Störeinflüsse. Das sorgt für stabilere Übertragungsqualität, insbesondere in „lauten“ Umgebungen (viele Kabel, viel Elektronik, Industrieumfeld) – aber aus einem 1-Gbit-Anschluss wird dadurch natürlich kein 40-Gbit-Anschluss.
Viele Cat.7 Installationskabel sind für Innenbereiche gedacht. Einige Typen haben aber UV- und witterungsbeständige Mäntel und dürfen auch im Außenbereich eingesetzt werden. Ob das zulässig ist, steht immer im Datenblatt (Stichworte wie „UV-beständig“, „für Außenverlegung geeignet“ o. Ä.). Wenn nichts dazu angegeben ist, sollte das Kabel draußen in Rohr oder Kanal geführt werden.
Bei Elektro4000 finden Sie Cat.7 Installationskabel in verschiedenen Schirmungsvarianten und Längen – ideal für strukturierte, geschirmte Verkabelungen in Haus, Büro, Gewerbe und Industrie. In Kombination mit Cat.6A-Dosen, Patchpanels und Patchkabeln entsteht so eine robuste, zukunftssichere Infrastruktur für Gigabit- und 10-Gigabit-Ethernet.
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