PTFE-Aderleitungen sind die erste Wahl, wenn Hitze, Kälte und Chemikalien zusammenkommen. PTFE (Polytetrafluorethylen) bleibt kälteflexibel, ist sehr temperaturfest und zeigt eine außergewöhnliche Beständigkeit gegenüber Ölen, Lösungsmitteln und den meisten Chemikalien. Je nach Ausführung sind Dauertemperaturen von ca. −190 °C bis +125 °C, +205 °C oder +260 °C möglich. Varianten mit zusätzlicher Glasseiden- oder Mica-Bandierung halten sogar noch höheren Temperaturen stand (bis ~350/400 °C, kurzzeitig darüber). Für Dauertemperaturen über 400 °C bis ca. 700 °C kommen mica-/glasbandierte Hochtemperaturleitungen oder mineralisolierte Kabel zum Einsatz. Typische Einsatzorte: Labor- und Messtechnik, Heizgeräte, Ofen-/Trocknungsanlagen, Chemie- und Prozessindustrie, Apparate- und Anlagenbau.
Im normalen Betrieb gilt PTFE als chemisch „träge“ und ungiftig. Erst bei starker Überhitzung (deutliche Überschreitung der zulässigen Dauer-/Spitzentemperaturen) kann es zersetzen und reizende Dämpfe (u. a. Fluorverbindungen) freisetzen. Deshalb: Temperaturen der jeweiligen Serie einhalten, keine Dauerüberlast, keine offenen Flammen/Heißluft direkt auf die Ader richten.
PTFE steht für Poly-Tetra-Fluor-Ethylen (Werkstoffname). Teflon ist ein Markenname (eingeführt von DuPont/Chemours) für Produkte aus PTFE bzw. verwandten Fluorpolymeren. Kurz: Teflon ≈ Marke, PTFE ≈ Material.
Ja, mit feindrähtigem Leiter sind PTFE-Adern gut biegsam und bleiben auch bei Kälte flexibel. Im Vergleich zu Silikonleitungen wirken sie jedoch etwas „härter“ und haben mehr Formgedächtnis. Für Dauerbewegung (Schleppkette) sind daher spezielle bewegliche Leitungen die bessere Wahl.
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