Aufputzdosen sind Montagegehäuse für Schalter, Steckdosen oder andere elektrische Geräte. Sie werden direkt auf der Wand befestigt und nehmen den eigentlichen Schaltereinsatz oder die Steckdose auf. Dadurch lassen sich Schalter und Steckdosen nachrüsten, ohne die Wand aufzustemmen oder Unterputzdosen einzusetzen. Leitungen werden meist in Installationsrohren oder Kabelkanälen bis zur Aufputzdose geführt und dort angeschlossen.
Dadurch eignen sich Aufputzdosen besonders für Bereiche, in denen eine nachträgliche Elektroinstallation einfach und schnell umgesetzt werden soll. Häufig kommen sie beispielsweise in Kellern, Garagen, Werkstätten, Industriegebäuden oder technischen Räumen zum Einsatz.
Aufputzdosen werden häufig dann verwendet, wenn Wände nicht aufgestemmt werden sollen oder dürfen. Das kann bei bestehenden Gebäuden ebenso sinnvoll sein wie in Werkstätten, Lagerräumen oder Nebengebäuden. Auch in Feuchträumen oder im Außenbereich kommen häufig Aufputzinstallationen zum Einsatz – vorausgesetzt, die verwendeten Dosen und Schalter sind für den jeweiligen Einsatzbereich geeignet.
Je nach Anwendung stehen Aufputzdosen mit unterschiedlichen Geräteplätzen zur Verfügung. So lassen sich einzelne Schalter oder Steckdosen ebenso montieren wie größere Kombinationen.
Die Anzahl der Geräte bestimmt die passende Aufputzdose. Während eine 1-fach-Aufputzdose für einen einzelnen Schalter oder eine Steckdose vorgesehen ist, bieten 2-fach- und 3-fach-Ausführungen Platz für mehrere Geräte nebeneinander. Dadurch lassen sich Installationen übersichtlich gestalten und später bei Bedarf einfacher erweitern.
Elektro4000-Tipp: Untergrund beachten
Aufputzdosen werden direkt auf der Wand befestigt. Achten Sie deshalb darauf, dass der Untergrund eben und ausreichend tragfähig ist. Je nach Wandmaterial – beispielsweise Beton, Ziegel, Porenbeton oder Holz – können unterschiedliche Befestigungsmittel erforderlich sein. Mit passenden Schrauben und Dübeln sitzt die Aufputzdose dauerhaft sicher und lässt sich später zuverlässig mit Schaltern oder Steckdosen bestücken.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Montage. Eine Unterputzdose wird in die Wand eingelassen und später nahezu vollständig vom Putz verdeckt. Eine Aufputzdose wird dagegen sichtbar auf der Wand befestigt. Unterputzinstallationen wirken unauffälliger und werden häufig in Wohnräumen eingesetzt. Aufputzinstallationen lassen sich dagegen meist schneller montieren und sind besonders praktisch, wenn Leitungen sichtbar geführt werden oder eine nachträgliche Installation erfolgen soll.
Grundsätzlich ja – allerdings nur, wenn die Aufputzdose ausdrücklich für den Einsatz im Außenbereich geeignet ist. Je nach Umgebung können Feuchtigkeit, Regen, Staub oder starke Temperaturschwankungen höhere Anforderungen an die Installation stellen. Achten Sie deshalb auf eine passende Schutzart (IP-Schutzart) sowie darauf, dass auch Schalter, Steckdosen und weiteres Zubehör für den vorgesehenen Einsatzbereich ausgelegt sind.
Ja. Gerade bei nachträglichen Elektroinstallationen sind Aufputzdosen häufig eine praktische Lösung. Da sie direkt auf der Wand montiert werden, müssen keine Unterputzdosen eingesetzt oder Wände aufgestemmt werden. Das macht Aufputzinstallationen besonders interessant, wenn zusätzliche Steckdosen oder Schalter benötigt werden oder bestehende Installationen erweitert werden sollen. Die Montage sollte jedoch immer entsprechend den geltenden elektrotechnischen Vorschriften erfolgen.