Smart Meter sind ein wichtiger Baustein für die Digitalisierung im Stromsystem und unterstützen damit auch die Klimaziele. Sie helfen Haushalten und Unternehmen, Verbrauch und Einspeisung – z.B.aus einer Photovoltaikanlage – transparenter zu erfassen und besser zu steuern, zum Beispiel in Kombination mit neuen Tarifmodellen. Außerdem erleichtern sie die Einbindung von erneuerbaren Anlagen und steuerbaren Verbrauchern wie E-Autos und Wärmepumpen ins Stromnetz.
Ein Smart Meter (intelligentes Messsystem) besteht aus einem digitalen Stromzähler (moderne Messeinrichtung) und einer Kommunikationseinheit, dem sogenannten Smart-Meter-Gateway. Der Zähler erfasst den Stromverbrauch, das Gateway übernimmt die sichere Datenkommunikation mit den zuständigen Stellen wie Netzbetreibern und Energieversorgern. In Kombination mit weiteren Systemkomponenten können so Verbrauch und Einspeisung – zum Beispiel bei Photovoltaik – transparenter gemacht und je nach Setup auch besser gesteuert werden. Installiert wird das System in der Regel im Zählerschrank durch den zuständigen Messstellenbetreiber.
Die gewünschte Energiewende braucht mehr Digitalisierung: Mit dem Ausbau von Photovoltaik und Wind sowie neuen großen Stromverbrauchern wie Wärmepumpen und E-Autos wird es immer wichtiger, Erzeugung und Verbrauch im Netz besser aufeinander abzustimmen. Smart Meter (intelligente Messsysteme) liefern dafür die nötigen Daten und ermöglichen, Stromflüsse transparenter und effizienter zu managen – ein wichtiger Baustein für ein modernes, intelligentes Stromnetz.
Elektro4000-Tipp: Dynamische Stromtarife nutzen
Mit einem Smart Meter können Sie einen dynamischen Stromtarif wählen – dabei schwankt der Arbeitspreis je nach Börsenpreis. Sparen lässt sich vor allem dann, wenn Sie Stromverbrauch in günstige Zeiten legen (z. B. Waschmaschine, E-Auto, Wärmepumpe). Fragen Sie bei Ihrem Stromanbieter nach einem dynamischen Tarif – seit 2025 muss (!) grundsätzlich jeder Anbieter so einen Tarif anbieten.
Damit Sie den Durchblick in Sachen Energieüberwachung behalten, haben wir hier die wichtigsten Begriffe rund um Smart Meter für Sie erklärt.

Fronius
Fronius bietet bidirektionale und intelligente Smart Meter, die zusammen mit dem Wechselrichter und Fronius Solar.web ein effizientes Energiemanagement ermöglichen. Das spart sowohl privaten als auch gewerblichen Kunden bares Geld. Für jede Anwendung gibt es den passenden Smart Meter für PV-Systeme.

Kaco New Energy
KACO new energy bietet 1-phasige und 3-phasige Smart Meter für Photovoltaik-Anlagen und zeichnet sich durch hochwertige Ingenieurskunst im Bereich der unabhängigen Energieversorgung aus. Als Teil der Siemens AG ist KACO der Spezialist für Leistungselektronik.

Huawei
Huawei sorgt für smarte Energie und eine grünere Zukunft mit seinen Photovoltaik-Lösungen. Basierend auf über 30 Jahren Erfahrung bieten sie Smart Metering, um den Stromverbrauch zu optimieren, hohe Nachzahlungen zu verhindern und intelligente Netze für den Klimaschutz zu unterstützen.
Ja, der Einbau einer modernen Messeinrichtung (mME) oder eines intelligenten Messsystems (iMSys) ist gesetzlich verpflichtend. Die Verpflichtung hängt von bestimmten Kriterien ab:
Der Eigenverbrauch von Smart Meter und Smart-Meter-Gateway ist gering. Die Geräte werden in der Regel aus dem ungezählten Bereich versorgt, sodass dieser Gerätestrom meist nicht als Verbrauch auf Ihrer Stromrechnung erscheint. Kosten entstehen eher über das Messentgelt für Einbau und Betrieb – zusätzliche Stromkosten durch das Smart Meter selbst fallen normalerweise kaum ins Gewicht. Wenn Sie Ihren Verbrauch zusätzlich über ein Online-Portal oder ein Display anzeigen lassen, hat auch das Endgerät einen (geringen) Stromverbrauch – wie bei jeder Anzeige- oder IT-Hardware.
Für Einbau und Betrieb gibt es gesetzliche jährliche Preisobergrenzen, an die sich der (grundzuständige) Messstellenbetreiber halten muss.
Moderne Messeinrichtung (mME):
maximal 25 € pro Jahr (unabhängig vom Jahresverbrauch).
Intelligentes Messsystem (iMSys) bei Pflichteinbau (je nach Jahresverbrauch):
• > 6.000 bis 10.000 kWh: max. 40 € / Jahr
• > 10.000 bis 20.000 kWh: max. 50 € / Jahr
• > 20.000 bis 50.000 kWh: max. 110 € / Jahr
• > 50.000 bis 100.000 kWh: max. 140 € / Jahr
• > 100.000 kWh: angemessene Kosten
Optionaler Einbau iMSys:
max. 30 € / Jahr (wenn der Messstellenbetreiber über die Pflicht hinaus ein iMSys setzt).
Wichtig: In bestimmten Fällen (z. B. bei PV ab 7 kW bzw. steuerbaren Verbrauchseinrichtungen) kann zusätzlich eine Steuerungseinrichtung als Standardleistung vorgeschrieben sein – dafür gelten eigene Preisobergrenzen.
Elektro4000-Tipp: HEMS installieren
Mit einem sogenannten HEMS (Home Energy Management System) können Sie die Daten Ihres Smart Meters effizient nutzen, um den Verbrauch von Geräten wie Wärmepumpen oder Elektroautos zu optimieren. Wenden Sie sich an spezialisierte Fachbetriebe oder Ihren Systemanbieter, um die Installation und Integration eines solchen Energiemanagementsystem in Ihr Zuhause zu besprechen. Dadurch können Sie den Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom maximieren und Kosten sparen.
Entdecken Sie Smart Meter bei Elektro4000.de: In unserem Elektro-Online-Shop finden Sie eine Auswahl an Smart Metern sowie passendes Zubehör rund um Photovoltaik, Speicher und moderne Energietechnik. So behalten Sie Verbrauch und Einspeisung besser im Blick – und können Ihr System bei Bedarf Schritt für Schritt erweitern.